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Weisses Kreuz e.V.

News aus dem Weißen Kreuz

Was uns im Weißen Kreuz bewegt:

Mythos Jugendsexualität

Wer sich – wie das Weiße Kreuz – durch Beratung, Aufklärung, Schulung und pädagogische Angebote für junge Menschen und eine menschenzugewandte, biblisch-orientierte Sicht auf Sexualität einsetzt, sollte ein realistisches Bild vom Ist-Zustand haben. Zwei jüngste Veröffentlichungen zeigen: der Bedarf ist hoch und steigt.

  1. Bundeslagebild Sexualdelikte zum Nachteil von Kindern und Jugendlichen des BMI
  2. Jugendsexualität 10. Welle des BÖG
Die noch immer kursierenden Mythen rund um Jugendsexualität tragen hingegen sogar noch dazu bei, die Situation zu verschlechtern und ein realitätsfernes Bild zu zeichnen.

Mythos 1: Sexualisierte Gewalt gibt es bei uns nicht.

Das Hellfeld im Bundeslagebild (das Dunkelfeld wird je nach Studie 8-10fach höher eingeschätzt) zeigt: Fast jede/r dritte Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren wurde im Internet gezielt von einem Erwachsenen mit sexueller Motivation angesprochen (Cybergrooming). Diese Kinder und Jugendlichen besuchen täglich ihre Schulklassen und wöchentlich Jungscharen, Jugendgruppen und Gottesdienste. Aus Angst, Scham und Selbstvorwürfen schweigen viele darüber und zeigen diese Taten erst gar nicht an.

Mythos 2: Darüber lernen sie in der Schule genug

Abhängig von der Kompetenz der Lehrkraft erleben Kinder und Jugendliche den Sexualkundeunterricht als mehr oder weniger hilfreich. Da sexualisierte Gewalt in 25% der Fälle im sozialen Nahfeld (Familie, Großeltern, Geschwister, …) stattfindet, ist die Schule für manche Betroffene der einzige Ort, an dem sie hören: „Das ist nicht in Ordnung, was dir passiert!“ Dennoch wurde sexualisierte Gewalt bei nicht mal der Hälfte aller befragten Jugendlichen in der Schule besprochen.

Der Informationsbedarf bei Jungen und Mädchen bewegt sich aber in den Top 5:
Gemeinden können hier unterstützende Angebote schaffen. Das Weiße Kreuz hilft dabei fachlich kompetent!

Mythos 3: Jugendliche wollen von uns Erwachsenen doch nichts hören.

Jugendliche selbst sagen etwas anderes: Persönliche Beziehungen bleiben für Aufklärungsgespräche die wichtigste Voraussetzung!

Mythos 4: Jugendliche wollen und haben immer früher Sex

Immer mehr Jugendliche machen ihre erste sexuelle Erfahrung immer später.

Die Ursachen und Beweggründe dafür wurden nicht erfragt. Aus meiner Erfahrung in Gesprächen spielen neben Moral und gemeindlicher Erwartung („Partnerschaftliche Sexualität will ich erst in einer Ehe leben und wachsen lassen.“) mehr und mehr Selbstzweifel („Ich bin nicht attraktiv genug.“) und Leistungsdruck („Ich will im Bett nicht versagen.“) eine Rolle. Man könnte sagen: Jugendliche streben im Bereich Sexualität mehr und mehr nach Selbstoptimierung, bevor sie sich ins riskant-empfundene Feld der partnerschaftlichen Sexualität begeben.

Dafür könnte sprechen, dass Selbstbefriedigung beliebter wird und Pornografie besonders bei Jungen auch als hilfreiche Quelle für Informationen über Sex empfunden wird.

Unser Kurs lautet: Fakten dagegensetzen - für Klarheit sorgen. Fakten sind Freunde. Deshalb teilen wir sie gern, damit Art und Inhalt unserer Angebote für junge Menschen nicht an ihren Sehnsüchten und Nöten vorbeigehen.

Helfen Sie uns auf diesem Weg, in dem Sie:

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Neue WK-Kompetenz-Angebote online

Im September erscheint unser Fortbildungskatalog „WK-Kompetenz“. Die Termine sind jetzt schon auf unserer Website einsehbar. Stöbern Sie und melden Sie sich gern für 2027 an!

Kommende Angebote

Wir weisen auf folgende Fortbildungsangebote hin:
Mehr als alles behüte dein Herz - 
Selbstfürsorge für Beratende
15. September 2026
Online-Seminar
Minderjährige und Frauen als Tatpersonen sexualisierter Gewalt
(Auffrischungsschulung)
12. Oktober 2026
Online-Seminar
Nur für Profis?
Wie spreche ich mit Jugendgruppen über Sex?
22. Oktober 2026
Online-Seminar

Das Team des Weißen Kreuzes

 

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